Was sind REITs?

 

REITs ist die Abkürzung von Real Estate Investment Trusts, die bereits vor 60 Jahren in den USA eingeführt wurden. Sie verkörpern ein eigenes Unternehmen und werden in der Rechtsform einer AG gegründet, sie sind börsennotiert.

 

Die Anlage in REITs ermöglicht die Investition in die Anlageklasse Immobilien für Anleger, die sich keine eigene Immobilie leisten können. Sie ist eine Alternative zu Investitionen in Immobilienfonds oder Ergänzung zu Immobilien-ETFs und Immobilien-Aktien.

 

REITs ähneln einem Immobilienfonds, investieren jedoch weit weniger breit gestreut. REITs erwerben entweder lukrative Wohnimmobilien (in Deutschland keine Bestandswohnimmobilien erlaubt), Gewerbeimmobilien, Büros, Einkaufszentren, Hotels oder Pflegeheime. Sie konzentrieren sich auf eine Art von Immobilien, ihre Erträge speisen sich aus Mieteinnahmen und vereinzelt Verkaufserlösen, die an den REIT zurückfliessen und dessen Nettoinventarwert erhöhen. Die Verkaufserträge werden meist wieder für neue Immobilien verwendet. Der Nettosubstanzwert widerspiegelt sich mehr oder weniger im Börsenkurs des Unternehmens.

 

Überschüsse aus der Immobilienbewirtschaftung werden an die Anleger in Form von Dividenden ausgeschüttet. Ein REIT ist verpflichtet, 90 Prozent seines Gewinns an die Aktionäre auszuzahlen. Anleger profitieren bei REITs von hohen Ausschüttungen und Dividendenrenditen. Diese Ausschüttungen sind vom Aktionär mit der Abgeltungsteuer zu versteuern, auf der Seite des Unternehmens entfällt die Besteuerung.

 

REITs eignen sich für Anleger, die Wert auf regelmäßige, große Ausschüttungen legen und von einem stabilen Sachwert profitieren wollen. Sie sind geeignet für eine Dividendenstrategie. Ihre geschäftlichen Zukunftsaussichten und ihre Liquidität sollten jedoch ebenso bei der Kursbeurteilung berücksichtigt  werden.